Grundsatz eines jeden Familienforschers sollte es sein, neben den "Knochen", d.h. den reinen Lebensdaten von Personen auch noch das "Fleisch", Erlebnisse, Besonderheiten, bei vielen Familien auch Berichte über Vertreibungen zu liefern. Dies soll im Folgenden geschehen und einen kleinen Einblick, der Ergänzungen jeder Zeit offen steht, in die Lebensweise unserer Ahnen geben.
Nicht jeder Mennonit names Quiring konnte sich glücklich schätzen, einen ähnlich großen Hof zu besitzen, wie der Namensvetter in Ladekopp im Landkreis Marienburg anno 1789
Der Reichtum drückte sich nicht nur in der Größe, sondern auch in der eindrucksvollen kunstvollen Besonderheit des Eingangsportals aus!
Wie gewaltig waren damals schon die Unterschiede zwischen arm und reich!
In der Regel musste man sich nämlich mit einer einfachen Kate zufrieden geben, wie hier zu sehen ist.
Trotzdem konnte man auch in diesen Verhältnissen ein zufriedenes und erfülltes Leben führen.
Die Erinnerung daran hält sich bis heute wach, wie Irmgard (Quiring) Mönkedieck schrieb und zu diesem Bild bemerkt:
"Es ist das Haus meiner Großeltern in Tragheimerweide (vorher Schweingrube). Rechts davon waren die Ställe für das Vieh, davor ein großer Obst-, Gemüse- und Blumengarten. Die Felder hinter dem Haus zogen sich nach der rechten Seite bis zu einem Wald hin. Wenn man vom Haus aus über die große Wiese und Straße ging, stand etwas erhöht das Haus, wo der Cousin Günter geboren wurde. Links, quer über einen Weg, hatte Onkel Franz, neben dem Friedhof, den er betreute, ein schönes Haus gebaut. ... Wenn meine Eltern mit uns bei den Großeltern waren, war es immer herrlich. Pferde, Kühe, Schweine, Ziegen, Enten, Gänse und Hühner, das hat man nicht vergessen. Der große Gemüsegarten, der Ziehbrunnen vor dem Haus, in der Nähe der große Wald."
Genealogie der Familien QUIRING