Genealogie der Familien QUIRING

Die Quiring aus dem Banat und der Batschka sind, so weit sich das bisher feststellen läßt, Nachkommen der Familien, die im 18. Jahrhundert aus Trier, dem Saarland und Umgebung stammen. Einige dieser Familien sind auch im Namen-Index verzeichnet.

Leider war es bisher nicht möglich, eine größere Anzahl von Familienmitgliedern aus diesen Regionen zu mobilisieren, die bereit gewesen wären, ihre Familienchroniken einzureichen. Ich hoffe, dass sich auf diesem Wege Nachkommen melden, die das nachholen.

Deutsche in Südost-Europa

Ein großer Zweig der Familien Quiring fand sich in Karlsdorf, einer Stadt aus dem ehemals kaiserlichen BANAT. Die Vorfahren dieser Familie stammen aus dem Saarland. Die Daten zu diesem Stamm werden im Namen-Index in nächster Zeit ergänzt

Karlsdorf im ehemals kaiserlichen Banat


Ortsplan von Karlsdorf im BANAT. Gelbe Markierung weist auf das Wohnhaus der Familie Quiring hin.

Straßenzüge in Karlsdorf, Wohnhaus Quiring (gelbe Markierung)



Auszug Kirchengeschichte BANAT

http://www.mramorak.de/seiten/kigesch.htm

Das Andsieldungspatent Kaiser Josephs II
"Es war im Jahre 1786 als sich mein Urahne Christian Schurr aus Süssen als
Siedler für das Banat anwerben ließ." Es waren Tausende, die damals

die Heimat verließen,m und als Siedler ins Banat zogen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Durch die jahrzehnte langen Kriege zwischen den Serben und den Türken, sowie zwischen den Türken und denen Östereich-Ungarns waren weite Teile des Landes entvölkert. Die Flüße traten über die Ufer und überschwemmten weite Teile des Landes. Erst nach dem der Sieg des Heerführers PRINZ EUGEN, der zuerst bei Santa und dann später auch bei Belgrad die Türken besiegte, kam ein Frieden zustande. Die damalige Kaiserin MARIA THERESIA beschloß, das Land zu besiedeln. In Deutschland wurde um Kolonisten geworben. Da die Bedingungen der Kaiserin annehmbar waren, meldeten sich zahlreiche Bauern, Kaufleute und Handwerker zur Auswanderung ins BANAT. Es wurden ihnen gute Bedingungen zugestanden: das Land in mehreren Jahren abzuzahlen, 10 Jahre Steuerfreiheit. In Ulm wurde eine Sammelstelle errichtet. Die Siedler kamen aus der Pfalz, aus Hessen, von der Alb und aus dem Schwarzwald. Da der größte Teil der Siedler aus dem Schwarzwal kam, nannte man sie die "Schwaben". In Ulm errichtete man aus Baumstämmen Flöße und auf den Flößen Kabinen für die Frauen und Kinder. Weil die Siedler des Ruderns unkundig waren, mußte man Schiffer als Ruderknechte anwerben. Und so ging die Fahrt auf der Donau abwärts bis ins Banat. Das Land mußte zuerst gerodet werden. Durch die Überschwemmung konnte das Wasser nicht mehr in die Flüße zurück und blieb somit das ganze Jahr über stehen. So wucherte das Schilf und Rohr und wurde die Brutstätte für Moskitos. Bald brach das Sumpffieber aus. Dazu kam noch die Pest und die Cholera. Diese wüteten unbarmherzig unter den Siedlern und forderte ihre Opfer. Darum heißt es auch: Die ersten (erste Generation) fanden den Tod, die Zweiten die Not und die Dritten das Brot. Doch die Siedler hatten das Übel bald erkannt: Sie gruben Kanäle und leiteten das Wasser in den Fluß zurück. Bei der Verteilung der Äcker waren die guten bereits vergeben: Der österreich-ungarische Adel war von der Kaiserin mit Ländereien bedacht worden, und dieser hatte sich die höher gelegenen Felder angeeignet. Es war Graf Merzy von Wien, der, als er die Verwaltung übers Banat erhielt, das Land bereiste und sich nach den Wünschen und Sorgen der Siedler erkundigte. Dann wurde es besser. Ebenso bereiste Kaiser Franz Josef des öfteren das Banat. Nun formierte sich wieder neues kirchliches Leben. Diesmal fing es in der Batschka an. Dort wurden 1784 - 1786 neun evangelische Gemeinden gegründet: Torschau, Tscherwenka, Neuwerbaß, Kleinker, Sekitsch, Bulkes Jarek. (Diese alle lutherisch) Neusiwatz Neuschowe (Diese alle reformiert) Die erste lutherische Gemeinde im Banat entstand 1790 in HEIDESCHÜTZ. Heideschütz war ein Versuchsdorf von Deutschen und Slowaken. Beide aber waren Lutheranischen Glaubens. 1791 wurde Franzfeld und 1820 Mramorak als evangelische Gemeinden angesiedelt. Während Franzfeld rein deutsch war, gab es in Mramorak von Anfang an Deutsche, Serben und Rumänen: Die Deutschen waren Lutheraner, die Serben und Rumänen waren orthodox. In den Städten entstanden zunächst Filialgemeinden. So wurde in Pantschowa erst 1884, in Werschetz erst 1869 und in Weißkirchen erst 1873 Gemeinden gegründet. Seit 1900 hatte Franzfeld Jarkovac zur Filiale; Mramorak hatte sei 1904 Bawanischta und seit 1912 Kubin als Filiale zu betreuen. In der österreichisch-ungarischen Zeit kamen die Pfarrer für die Gemeinden aus der Zips oder aus dem Burgenland; größtenteils in Budapest ordiniert, sprachen sie meistens mehrere Sprachen, zumindest Deutsch und Ungarisch.

Die jugoslawische Zeit

Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Banat (die Kornkammer Europas!) in drei Teile aufgeteilt: ein Teil kam zu Rumänien, ein Teil zu Jugoslawien und der Rest verblieb bei Ungarn. Jugoslawien trug damals den Namen "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen". Die drei Nationen waren fast gleich stark. König Peter I / Alexander I / König Peter II Die südslawischen Abgeordneten in der österreichisch-ungarischen Volksvertretung bilden den "Zagreber Nationalrat" der sich aber bald von Österreich-Ungarn löste und am 1.Dez.1918 den unabhängigen Staat "SHS" (Kraljevina Srba, Hrvata i Slovenaca) bildeten - durch den Prinzregenten und nachmaligen König Alexander I. Karadjordjevic proklamiert. Er umfaßte die Gebiete von Serbien, Makedonien, Montenegro, Slowenien, Kroatien, Dalmatien und Bosnien- Herzegowina sowie nach den Pariser_Verträgen bulgarisches Gebiet, südliche Steiermark und das westliche Banat (Wojwodina) PETER I. Karadjorjevic (1844 Belgrad bis 1921 Belgrad) übernahm 1919 des "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen", dessen Regent er seit 1918 für seinen minderjährigen Sohn war. Anmerkung: Er wurde nach einem Offiziersputsch gegen die Dynastie Obrenovic 1903 König von Serbien. Er betrieb die Ablösung seiner balkanischen Gebiete von Österreich-Ungarn, mußte nach der Besetzung im Ersten Weltkrieg ins Ausland flüchten. (Lex.2000) 1.Dez.1918: PETER u. Alexander Geradjorjewitsch Königreich Proklamation des "Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen" Das Banat wird zum Teil (südlicher Teil) Jugoslawisch - "Wojwodina" Aufteilung Banat (Mramoraker Heimatbuch) Im Frieden von Trianon, 4.6.1920, wurde das Gebiet aufgeteilt. Das Hauptgebiet (18.000 qkm) gehörte Rumänien. 10.000 qkm kamen zum Königreich Serben, Kroaten, Slowenen - heute Jugoslawien, unser Gebiet und 500 qkm kamen zu Ungarn. 1928 : Die Ermordung des kroatischen Bauernführers RADIC in der Skupstina (Parlament) führte zur Gründung eines separaten kroatischen Landtages in Zagreb. Alexander-I. setzte daraufhin die Verfassung außer Kraft und errichtete eine Militärdiktatur unter dem General Zivkovic. Neue Einteilung des Staatsgebiets in neun Banate, die die historischen Grenzen unberücksichtigt ließen. 1928 : Nach Errichtung der Militärdiktatur durch Alexander I. und Neueinteilung des Landes in neun Banate war der Name "Jugoslawien" offiziell Schon bald nach dem I.Weltkrieg - 1.12.1918 Ausrufung des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen, begannen sich auch die etwa 250.000 Evangelischen des Landes (Deutsche, Ungarn, Slowaken und Wenden) zu sammeln. Man wollte eine einheitliche Landeskirche aller evangelischen Lutheraner und Calvinisten gründen. Der Plan platzte jedoch auf der ersten Synode (aller Konfessionen und Völker), die im September 1920 in NEUDORF bei Vinkovci abgehalten wurde. Der Grund war die nationale Frage. Jedes Volk wollte seinen eigenen Bischof haben. Ungarn und Slowaken bildeten eine eigene Kirche; die Wenden schlossen sich der deutschen Kirche an. Die Quiring aus dem Banat und der Batschka sind, so weit sich das bisher feststellen läßt, Nachkommen der Familien, die im 18. Jahrhundert aus Trier, dem Saarland und Umgebung stammen. Einige dieser Familien sind auch im Namen-Index verzeichnet.